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Pilotprojekt für Erwitte und Warstein

Kurztext:

Im Vorfeld der Erarbeitung des Konzeptes zur Rohstoffsicherung besichtigte die Planungskommission des Regionalrates das Zementwerk Milke der HeidelbergCement AG in Geseke. Das Zementwerk, Vertreter der von ihr finanzierten unabhängigen Naturschutzstiftung und die Stadt Geseke informierten über ihre erfolgreiche Kooperation und das gemeinsame Folgenutzungskonzept.

 

 

Datum:
Donnerstag, 21. September 2017

Der Vertrag zwischen ihnen hat Beispielcharakter, insbesondere für Regionen wie Warstein oder Erwitte-Anröchte. Das Modell ist geprägt von gegenseitigen Vertrauen, z.B. bei der Einrichtung von Schutzbereichen auf Reserveflächen, die im Verlauf des fortschreitenden Steinabbaus durch renaturierte Flächen ersetzt werden. Dieser “ mobilie Naturschutz “ schafft auch Raum für die Planung von Gewerbegebieten der Stadt Geseke. Die Verbindlichkeit erhält das Projekt direkt aus dem Regionalplan. Die Einbindung des Konzeptes der Beteiligten aus Geseke in den Regionalplan erleichtert dem Regionalrat die Aufstellung der Abbaupläne und allen Beteiligten die bestmögliche Wahrung ihrer jeweiligen Interessen. Der “Geseker Zementfrieden“ ist Vorbild für Warstein und Erwitte. Dort sind die Verhältnisse bis heute eher durch Konfrontation der Beteiligen geprägt. Das OVG Münster ist zum wiederholten Mal mit Rechtsstreitigkeiten betreffend die Konkurrenz von Steinabbau, Natur- und Trinkwasserschutz befasst. Zu Befürchten ist, dass die Ausweitung des Steinabbaus die Versorgung der Gemeinden Anröchte, Warstein, Möhnesee und Ense mit hochqualitativem Trinkwasser gefährdet. Durch Verhandlungen der Beteiligten an einem Tisch sind Lösungen zu erzielen, die Arbeitsplätze, den Steinabbau und die Trinkwasserversorgung auf Jahrzehnte garantieren. Was in Geseke Realität ist, muss auch in Warstein und Geseke möglich sein, so Hans alter Schneider und Christian Klespe. Einseitige Darstellungen durch die Eigentümer der Zementunternehmern, wie beim kürzlichen Besuch des Ministers Pinkwart in Erwitte sind dabei wenig hilfreich. Unzutreffend ist die dramatisierende Behauptung, dort würde das Ende der Abbaugebiete die Förderung von Kalkstein in naher Zukunft unmöglich machen. Selbstverständlich berücksichtigen wir als Teil der Planungsgremien auch die Interessen der Unternehmen und der dort Beschäftigten an der langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze.