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SPD-Regionalratsfraktion informierte sich über den Schwerlastverkehr

Kurztext:

Den Besuch beim Großanlagenbauer SMS Group GmbH in Hilchenbach nutzen die SPD-Regionalratsmitglieder, um sich ausführlich über die Bedingungen von Schwerlasttransporten in Südwestfalen zu informieren.

 

 

 

 v.l.: Hartwig Durt (IGM), Tobias Tigges (BR SMS), Harald Metzger (Märkischer Kreis), Hans Walter Schneider (Hochsauerlandkreis), Bernd Banschkus (Kreis Olpe), Bernd Dehmel (Kreis Siegen-Wittgenstein) 

Datum:
Dienstag, 5. Juli 2016

Aufgrund des weiterhin schlechten Zustandes der Autobahnbrücken seien Transporte ab 90 Tonnen Transportgewicht nur noch im Sekundärstraßennetz, das heißt über Bundes- und Landstraßen möglich, berichtete Ralph Helsper, am Standort Hilchenbach zuständig für die Transportlogistik. Mehr als sechs Firmen allein im Kreis Siegen-Wittgenstein hätten dieses Problem. So kämen im Jahr bis zu 1800 genehmigungspflichtige Schwerlasttransporte mit einem Transportgewicht von bis zu 350 Tonnen, manchmal 15 pro Nacht zusammen. Bei Lieferzeiten von bis zu 24 Monaten sei die Planungssicherheit von größter Bedeutung. Bei Vertragsschluss müsse sicher sein, dass die Auslieferung fast zwei Jahre später auch möglich sei. Eine entsprechende Route aus dem Sieger- und Wittgensteinerland gebe es derzeit nicht. Jeder Transport müsse im Einzelfall geprüft und mit bis zu 8 Behörden koordiniert werden. Das führe zu enormen Zeitverlusten und damit verbundenen Vertragsstrafen, Umwegen und Schnittstellenproblemen. Das alles bedeute einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für die südwestfälischen Unternehmen.
„Hier herrscht sofortiger Handlungsbedarf. Es darf nicht bei gut gemeinten Absichtserklärungen bleiben. Auch die Umsetzung muss jetzt endlich angegangen werden.“ so Hans Walter Schneider, Vorsitzender der SPD-Regionalratsfraktion aus dem Hochsauerlandkreis.“ Wir unterstützen die Forderungen der Betriebe nach einer priorisierten Schwerlastroute aus Südwestfalen heraus an die Binnenhäfen und später deutschlandweit. Diese Route muss im Landesentwicklungsplan mit einem neuen Planzeichen verankert werden und einer Genehmigungsbehörde, z.B. der Bezirksregierung in Arnsberg unterstehen, was zu einem erheblichen Bürokratieabbau führen würde und Kommunikationspannen zukünftig ausschließen würde. Die Finanzierung der nötigen Infrastruktur (Schleusen und Straßen- sowie Bahnbrücken) muss auf diese Route konzentriert und im Bundesverkehrswegeplan abgesichert werden.“ fordert Schneider im Einklang mit den Unternehmen. „Wir werden das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Verkehrskommission bzw. der nächsten Regionalratssitzung bringen und diesen Forderungskatalog  nach Düsseldorf und Berlin bringen.“ versprach Schneider.