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Woche der Infrastruktur

Kurztext:

Im Rahmen der von der SPD-Landtagsfraktion ausgerufenen "Woche der Infrastruktur" beschäftigte sich die SPD-Regionalratsfraktion mit der A 45 und ihren Brücken als industriepolitische Lebensader für die Region Südwestfalen mit ihren Arbeitsplätzen.

Datum:
Freitag, 3. Mai 2013

Die SPD-Regionalratsfraktion hatte kompetente Gäste eingeladen, um sich den Zustand und die Perspektive der A 45 und ihrer Brücken erläutern zu lassen. Ludger Siebert und Dr. Gero Marzahn, Niederlassungsleiter und Abteilungsleiter "Konstruktiver Ingenieurbau" von Straßen NRW erklärten am Beispiel der Talbrücke Rinsdorf anschaulich die Gründe für die anstehenden Sanierungen der Autobahn- und Straßenbrücken in NRW. Die Brücken seien sicher. Sie seien all die Jahre ordentlich gewartet und wenn nötig repariert worden. Sie seien nur für die heutigen Lasten nicht ausgelegt. Es sei die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die den Neubau inzwischen nahe lege, um die Brücken nicht nur zu erhalten, sondern auch zukunftsfähig zu machen. Das Problem bestehe darin, dass die Brücken insbesondere auf der A 45 alle quasi gleichzeitig zur Sanierung bzw. Neubau anstünden.

Die Regionalratsmitglieder erfuhren aber, dass es durchaus technische Möglichkeiten gibt, das Zeitfenster bis zum Neubau der einzelnen Brücken ein wenig weiter zu öffnen, ohne die Sicherheit zu gefährden. Dies erlaube eine sorgfältige Planung über die nächsten 20 Jahre hinweg, die gewährleiste, dass nicht alle Brücken gleichzeitig neu gebaut werden müssten, was praktisch einer Vollsperrung der A 45 gleichkäme.

Eine solche Möglichkeit ist das sog. Brückenmonitoring, bei dem die Brücke mit Sensoren dauerhaft überwacht und nicht nur im Abstand von drei Jahren überprüft wird. Hierzu hatte die Regionalratsfraktion die beiden Experten Michael Gertmann, und Sven Homburg vom TÜV Rheinland eingeladen, die diese Technik schon anwenden, wenn Schwertransporte die Brücken überqueren müssen. "Die Industriebetriebe hier in Südwestfalen brauchen eine verlässliche Strecke, um ihre Schwerlastgüter zu den Überseehäfen zu transportieren. Die A 45 aber auch die Ruhr-Sieg-Strecke stellen die Verknüpfung der Region mit dem internationalen Verkehrsnetz dar." so Willi Brase, MdB und Regionalratsmitglied. "Wenn wir nicht aufpassen und die Finanzierung für den Unterhalt und die Ertüchtigung dieser industriepolitisch wichtigen Strecken nicht sichern, geht das zu Lasten der hiesigen Industriearbeitsplätze." so sein Resümee.